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Route 1 auf Nord-Rügen Wittow: St. Georgkirche Wiek

St. Georgkirche Wiek (ev.)

Der heutige Backsteinbau entstand um 1400 in mehreren Abschnitten. Nachdem zunächst Chor und Sakristei erbaut wurden, folgte wenig später das Langhaus. Um 1600 wurde für den zerstörten Dachturm ein freistehender Glockenstuhl errichtet. Das älteste Ausstattungsstück ist eine Kalksteinfünte aus der Mitte der 13. Jh.. Das Kruzifix ist nur wenig jünger. 1747/48 wurde der barocke Altaraufsatz in Stralsund geschaffen. Aus derselben Zeit stammen auch der hölzerne Taufständer und einer der beiden Beichtstühle.

Außergewöhnlich: Reiterstandbild (spätes Mittelalter); Triumphkreuzgruppe

Umgebung: Hafen

© Fotos Rolf Böhm, Januar 2005

Die ältesten Baudenkmale Rügens sind die in allen Gebieten der Insel zu findenden Kirchenbauten. Teilweise stammen sie noch aus den Anfängen der Christianisierung am Ende des 12. und 13. Jahrhunderts.

Charakteristisch sind dabei insbesondere die kleineren Dorfkirchen aus verschiedenen Stilepochen, oft aus Backstein, teilweise mit Feldsteinsockeln errichtet, die das Orts- und das Landschaftsbild weithin sichtbar prägen.

Der am Wieker Bodden und an der Straße nach Putgarten gelegene Ort Wiek wird bereits 1819 vom Rügenkenner Grümbke als "das größte Dorf Rügens" aufgeführt. Der Kirchengemeindebezirk reichte von der Wittower Fähre bis nach Lüttkevitz.

Daher ist die Kirche eine der geräumigsten auf Rügen.

1318: erstmalige urkundliche Erwähnung

um 1400: entstand der heutige Backsteinbau in mehreren Abschnitten Chor, Sakristei - erster Bauabschnitt kreuzgratgewölbtes Langhaus - wurde später angefügt. Die geschmückten Giebel im Westen und Osten der Kirche sind Ausdruck der Repräsentation der Schiffsführer und Handwerker.

1500: entstanden das Standbild "Ritter Georg zu Pferde" (1,75 m hoch), des Schutzpatronen der Seefahrer und Reisenden, sowie die Freifiguren am Altar, Moses und Aaron vor den Säulen darstellend und Paulus und Johannes seitlich der Wangen

1600: Anstelle des zuvor zerstörten Dachturmes entstand um diese Zeit der freistehende Glockenturm (2 Glocken um 1920)

18. Jh.: barocker Altar aus der Werkstatt des Stralsunders Michael Müller. Aus dieser Zeit stammen auch der hölzerne Taufständer und einer der beiden Beichtstühle.

1787: baute man an die aus dem 15. Jahrhundert stammende Vorhalle, vor der Priesterpforte östlich, eine Gruft an.

1826: Entstehung der Kanzel, des Gestühls, der Emporen sowie der Orgel (von B. Grüneberg/Stettin)