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Jagdschloss Granitz

1726 ließ Graf Moritz von Putbus in der Granitz, dem mit Buchen bewaldeten Höhenzug zwischen Binz und Sellin, ein Jagdhaus erbauen, das als Jagdunterkunft und dem Förster als Wohnung diente.

Es wurde 1782 abgerissen.

In der Nähe, auf dem 107 m hohen Bergplateau, wurde um 1780 ein Aussichtsturm (Tempel) errichtet.

Dieser Turm soll dem heutigen Tempelberg, der höchsten Erhebung der Granitz, den Namen gegeben haben.

Der Turm, ein leichter Fachwerkbau, musste wegen Einsturzgefahr schon bald nach 1800 wieder abgerissen werden.

Anstelle des Turmes ließ Malte I. von Putbus nach Entwürfen des Baumeisters Stüler den viereckigen kastellartigen Bau mit den starken Ecktürmen errichten.

Nach dem Entwurf Carl Friedrich Schinkel wurde der 38 m hohe Mittelturm eingefügt.

Im Innern des Turmes führt eine 154-stufige gusseiserne Wendeltreppe, zur 145 m über dem Meersspiegel gelegene Aussichtsplattform mit der schönsten Rundsicht über die Insel Rügen.