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Fischerei- und Hafenmuseum

Lage auf Rügen
Lage Saßnitz

Ursprünglich war Sassnitz ein kleines Fischerdorf im Südosten der Halbinsel Jasmund. Zwischen 1870 und 1925 aber entwickelte sich der Ort zur größten Bade- und Erholungsstätte  Rügens. Doch nicht nur das; Sassnitz schaffte es, die größte Hafenstadt der Insel zu werden.

Angefangen hatte das 1897 mit dem Postdampferverkehr nach Schweden. 1909 kam die Eisenbahnfähre nach Trelleborg dazu. Nach dem II. Weltkrieg wurde auf Geheiß der Sowjets hier das Fischkombinat Sassnitz ins Leben gerufen. Von Sassnitz aus befuhren bis zu 180 Schiffe die Ost- und Nordsee, aber auch die Weltmeere. Die Bandbreite reichte dabei vom 17-Meter-Kutter bis hin zu großen Kühl- und Transportschiffen. Als gesichert darf die Vermutung gelten, dass es dabei auch Schiffe gab, deren Zweck weniger der Fischfang war als das Fischen von Informationen. Sassnitz wurde zum zweitgrößten Fischereistandort der DDR, das Fischkombinat Sassnitz zum größten Betrieb Rügens. Die stetig wachsende Einwohnerzahl führte 1957 zur Verleihung des Stadtrechts.

Sassnitz als Stadt der Fischerei und Fischverarbeitung, des Fähr- und Bäderschiffsverkehrs sowie der Seetouristik ins Bewusstsein zu rücken, hat sich das Fischerei- und Hafenmuseum Sassnitz zum Ziel gesetzt. Im März 1993 gründeten einige Sassnitzer Bürger einen Verein, der 1996 in der Errichtung dieses Museums mündete. Zum 1. Januar 2010 ging das Museum in die Trägerschaft der Stadt Sassnitz über.

Fischerei- und Hafenmuseum

Gezeigt werden im Fischerei- und Hafenmuseum Sassnitz eine große Zahl historischer Fotos und Dokumente aus der Stadtgeschichte. Außerdem wird in einer Originalausstellung mit teils berechtigtem Stolz auf die Entwicklung der Stadt in der Zeit der DDR hingewiesen. In diesem Zusammenhang gibt es Schiffsmodelle und Schiffstechnik zu sehen, wird gezeigt, wie und womit der Fischfang vonstatten ging. Weiterhin sind Modelle des Stadthafens von Sassnitz und des Fährhafens Mukran zu sehen. Die Bedeutung des historischen Marinestandorts Sassnitz wird ebenso dargestellt wie die Entwicklung des Seefunksenders Rügen-Radio und das Wachsen der Bäderschifffahrt.

Parade-Schaustück ist das Museumsschiff  „Havel“, das dem Museum gegenüber seinen Liegeplatz hat. Dieser letzte 26-Meter-Kutter wurde originalgetreu restauriert und ermöglicht es, bei einer Führung über die Brücke, in die Kammern, die Kombüse und durch den Maschinenraum die Arbeits- und Lebensbedingungen der Männer auf See kennenzulernen.

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