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Breege

Lage auf Rügen
Lage Prora (oberhalb ist die Schmale Heide)

Die Schmale Heide, dieser schmale Streifen Sand zwischen dem Süden Rügens und der Halbinsel Jasmund, trennt den Kleinen Jasmunder Bodden von der Prorer Wiek und wurde erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts mit Kiefern aufgeforstet. 1935 wurde ein Großteil der Schmalen Heide zum Naturschutzgebiet erklärt. Überflutungsmoore mit Röhricht und  anderen Sumpfpflanzen wechseln sich ab mit Kiefern-Wäldern und Heide.

Und dann gibt es hier noch die „Steinheide“, auch „Steinernes Meer“ genannt: Die Feuerstein-felder. Sie sind nicht leicht zu finden – nur durch die Hinweise zu den – wie fast überall auf Rügen – gebührenpflichtigen Parkplätzen an der Straße von Prora nach Neu-Mukran wird der Besucher zu dieser in Europa einmaligen Naturstätte geleitet.

Vor etwa 4000 Jahren wurden durch eine Folge schwerer Sturmfluten große Mengen schwarz-weißer und grau-schwarzer Feuersteine von der Küste Jasmunds abgetragen und hier zu Steinwällen aufgeschoben. Heute sind 14 dieser Wälle nachgewiesen, sie bedecken bei einer Länge von rund 2 Kilometern eine Fläche von annähernd 40 ha. Doch obwohl diese Stein-Felder europaweit ihresgleichen suchen, waren sie zu Zeiten der DDR als Panzer-Übungsgelände ausgewiesen und sind so teilweise zerstört worden. Wozu die Natur Jahrtausende gebraucht hat – der Mensch zeigt häufig wenig Achtung dafür.

Dennoch kann sich das, was die Panzer nicht „klein“ gemacht haben, sehen lassen. Fast 90 % der Steine dort sind Feuersteine. Zwischen den Steinen und darum herum wachsen Heidekraut, Wacholder, Ebereschen, Heckenrosen – ein kleines Paradies. Besonders dann, wenn die Heide im Spätsommer mit ihren lila Blüten das „Steinerne Meer“ zum Leuchten bringt und Bienen mit ihrem Summen die Luft erfüllen, haben die Feuersteinfelder ihre Hoch-Zeit.

Feuersteinfeld
Feuersteinfeld

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Feuersteinfelder

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Feuersteinfelde

Reiseland Rügen
Feuersteinfelder