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Prominente Rüganer und Rügen-Freunde

Ernst Moritz Arndt

Ernst Moritz Arndt

Ernst Moritz Arndt, (geb. 26.12.1769, gest. 29.1.1860), deutscher Schriftsteller und Publizist. Sohn eines Gutsinspektors auf Rügen, studierte in Greifswald und Jena Theologie und arbeitete daraufhin als Dozent für Geschichte und Philologie an der Universität Greifswald. Als 1806 die Truppen Napoleons Preußen besetzten, floh der patriotisch gesinnte Arndt zunächst nach Schweden, kehrte jedoch 1809 in seine Heimat zurück und beteiligte sich aktiv am Befreiungskrieg gegen die Besatzer. 1812 begab er sich nach St. Petersburg, wo er Kontakt zur russischen Intelligenz aufnahm und als Mitglied der „Deutschen Legion“ an der Seite der siegreichen russischen Truppen in seine Heimat zurückkehrte. Obwohl Arndts Engagement für die Bildung und Festigung der deutschen Nation angesichts der französischen Fremdherrschaft durchaus verständlich ist (bedeutsam hier vor allem seine beiden Liedbände „Der Gott, der Eisen wachsen ließ“, „Was ist des Deutschen Vaterland?“, 1813/1815), trägt sein übersteigerter Franzosenhass in den Artikeln der von ihm geleiteten Zeitschrift:
 
„Der Wächter“, wo zwischen französischer Regierung und französischem Volk nicht unterschieden wird, chauvinistische Züge. Neben seinen Schriften gegen die Fremdherrschaft trat Arndt auch als Kritiker der feudalen Verhältnisse in Deutschland in Erscheinung („Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen“, 1803).

Weitere Werke: „Kurzer Katechismus für Teutsche Soldaten“ (1812), „Geist der Zeit“ (4 Bde.,1806-1818).

Wilhelm Bartelmann

Wilhelm Bartelmann eröffnete am 7. Oktober 1870 als erster Korbmacher in Rostock seinen Betrieb. Im Frühling 1882 bat Frau Elfriede Maltzahn um die Fertigung einer „Sitz­gelegenheit für den Strand“ zum Schutz vor Sonne und Wind.  So entstand der erste Strandkorb aus Weiden und Rohr. Zuerst einen Einsitzer und ab 1883 fertigte er ein Modell für zwei Personen.-1818).

Christian Albert Theodor Billroth

Christian Albert Theodor Billroth, geboren in Bergen auf Rügen am 26. April 1829, war ein bedeutender Chirurg im 19. Jahrhundert und Begründer der modernen Bauchchirurgie und ein Pionier der Kehlkopfchirurgie. Das Geburtshaus findet man heute noch in Bergen.
Eine Reihe von Meilensteinen der Chirurgie sind Billrith zu verdanken:

Nach Billroth benannt sind zwei Formen der der Magenresektion, die Billrothresektion (Billroth I und Billroth II). Ein wasserdichter Verbandsstoff nennt sich Billroth-Bati

Caspar David Friedrich

Caspar David Friedrich, (geb. 5.9.1774 in Greifswald, gest. 7.5.1840 in Dresden), deutscher Maler und Zeichner.Nach seinem Studium an der Kopenhagener Akademie (1794-1798) siedelte Friedrich nach Dresden über, wo er abgesehen von einigen Reisen bis zu seinem Tode lebte. Dresden bildete mit Ph. O. Runge, F. G. Kersting, C. G. Dahl sowie den Dichtern Ludwig Tieck und Novalis eines der literarischen und künstlerischen Zentren der Romantik. Friedrich selbst lehrte zudem an der Dresdener Akademie, bis er 1835 durch einen Schlaganfall gelähmt wurde. Friedrichs Werk beinhaltet fast ausschließlich Landschaftsbilder, die oft durch Naturstudien auf seinen Reisen nach Rügen und ins Riesengebirge motiviert waren. Stets sind seine Landschaftsbilder Ausdruck oder Metaphern religiös-pantheistischer Vorstellungen. Sie thematisieren die Beschränktheit menschlichen Seins in der Konfrontation mit den Naturkräften oder anhand von Ruinenmotiven sowie Grabdarstellungen die Vergänglichkeit des Lebens. Der Mensch wird häufig in seiner Einsamkeit vorgeführt, versunken in die Natur und zugleich eingeschlossen von ihr. Friedrichs Gesamtwerk zählt zum bedeutendsten der deutschen Frühromantik.

Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann (geb. 15.11.1862, gest. 6.6.1946), deutscher Dichter, der als Sohn eines schlesischen Hoteliers in wohlhabenden Verhältnissen aufwuchs, kam über mehrere Umwege zur Dichtung. Nach einer Landwirtschaftslehre versuchte er sich zunächst als Bildhauer, entschied sich aber bald aus Ungenügen an seinem eigenen Talent für ein Studium der Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte in Jena (1882-1884) und Berlin (ab 1884). In Berlin fand er schließlich Anschluß an den naturalistischen Dichterkreis „Durch!“, durch den er zu ersten eigenen dichterischen Versuchen inspiriert wurde.
Gleich mit seinem ersten Drama „Vor Sonnenaufgang“ (1889), das wegen der krassen Schilderung des Sozialmilieus in den Berliner Arbeiterbezirken bei der Uraufführung für einen Skandal sorgte, begann ein kometenhafter Aufstieg des Dichters in der Gunst des zeitgenössischen Theaterpublikums. Während seine darauffolgenden Stücke noch dem naturalistischen Anspruch, die Wirklichkeit ohne ästhetische Verfremdung abzubilden, noch weitgehend verpflichtet blieben („Das Friedensfest“, 1890; „Einsame Menschen“, 1891;“Die Weber“, 1892; „Der Biberpelz“, 1893) nimmt Hauptmann in der Folgezeit zunehmend Märchen- und Legendenstoffen in seine Werke auf, mit denen er die weiterhin thematisierte soziale Wirklichkeit auf effektvolle Weise konterkariert („Hanneles Himmelfahrt“,1894; „Rose Bernd“,1903).
Für sein Schaffen erhält er 1912 den Nobelpreis für Literatur. In der Folgezeit nahm seine bisherige Produktivität zwar nicht wesentlich ab, aber Hauptmann trat weniger als Dichter, denn als Repräsentant der deutschen Kultur in Erscheinung. Vor allem in den Jahren der Weimarer Republik stand er in engem Kontakt zu den Vertretern des Staates (Friedrich Ebert, Walter Rathenau) und war bei öffentlichen Empfängen ein häufiger Gast. Nach 1933 blieb Hauptmann zwar im Land, zog sich aber vollkommen aus der Öffentlichkeit zurück. Weitere Werke: „Fuhrmann Henschel“ (1898), Die Ratten (1911), „Die Abenteuer meiner Jugend“ (1937), „Atriden-Tetralogie“ (1942-45).

Karl Friedrich Schinkel

Karl Friedrich Schinkel, (geb. 1781, gest. 1841), deutscher Baumeister und Maler. Hauptvertreter der klassizistischen Baukunst in Deutschland.Durch zahlreiche Bauwerke an der Gestaltung Berlins beteiligt. Im klassizistischen Stil: Schauspielhaus, Altes Museum, Neue Wache; im neugotischen Stil: Werdersche Kirche. Als Maler: romantische Landschaften und Bühnenbildentwürfe (z.B. zur „Zauberflöte“).

Schinkel prägte Rügen fast so stark wie die Hauptstadt, allerdings nur mit Turmbauten: der alte Leuchtturm auf Kap Arkona, der Aussichtsturm auf dem Berg Rugard, der Turm des Schlosses Granitz.

Klaus Störtebeker

Klaus Störtebeker, der wohl berühmteste Pirat Deutschlands wurde vermutlich in dem Dorf Ruschnitz geboren. Sagen berichten davon, daß sein Schatz in den Felsen der Stubbenkammer versteckt ist und einmal im Jahr um Mitternacht dort ein geheimnisvolles Segelschiff landet, gesteuert von den ruhelosen Schatten der Seeräuber, die nach ihrem Geschmeide sehen.
Störtebeker wurde als Führer der Seeräuberbande Vitalienbrüder von einer gemeinsamen Flotte Hamburgs und Lübecks vor Helgoland geschlagen und 1401 in Hamburg hingerichtet.
In Ralswiek finden jedes Jahr die Störtebeker Festpiele statt. Nur 12 km entfernt liegt die „Ferienresidenz am Nationalpark“ in Volsvitz mit 9 Ferienwohnungen. Hier können Sie Ihren Urlaub verbringen und die Festspiele besuchen.