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Jagdschloss Granitz

Lage auf Rügen
Lage Jagdschloss Granitz

Eines der markantesten Gebäude Rügens, wenn nicht sogar das bedeutendste überhaupt, ist das von Wilhelm Malte I, Fürst von Putbus, in Auftrag gegebene Jagdschloss Granitz. Umgeben von dem vorwiegend aus Buchen bestehenden, rund 1000 Hektar großen Waldgebiet der Granitz, das seit 1991 Teil des Biosphärenreservats Südost-Rügen ist, reckt das Schloss seine vier Ecktürme und den 38 Meter hohen Mittelturm in den Himmel über Rügen.

Da dieses nach Plänen des Berliner Architekten Johann Gottfreid Steinmeyer erbaute Schloss auf dem ohnehin schon 107 Meter hohen Tempelberg thront, bietet sich für denjenigen, der sich nicht von den 160 Stufen der Wendeltreppe im Inneren des Mittelturms hat schrecken lassen, ein kaum zu beschreibender Panoramablick über die Insel: Im Süden erstreckt sich die Halbinsel Mönchgut und der Greifswalder Bodden mit der Insel Vilm, gen Norden geht der Blick bei klarer Sicht über die Halbinsel Wittow hinweg bis zum Kap Arkona. Nach soviel Eindrücken traut sich der Besucher auch wieder zurück über diese freitragende,  gusseiserne, ornamentverzierte, durchbrochene Wendeltreppe, deren Kräfte nur von den Seitenwänden des Turmes aufgenommen werden.

Neben dem Turm hat das Jagdschloss Granitz für den interessierten Besucher auch noch ein Museum zu bieten – in ihrer originalen Umgebung werden Kunstgegenstände aus der Zeit des Fürsten sowie eine umfangreiche Waffen- und Jagdtrophäen-Sammlung gezeigt. Eher dem leiblichen Wohl dient die sich im Kellergewölbe befindliche rustikale, im mittelalterlichen Stil gehaltene Gaststube.

Da der „Rasende Roland“ am Jagdschloss hält, bietet es sich für den Rückweg nach Putbus oder nach Binz, Sellin, Baabe oder Göhren auf der anderen Seite an, sich von diesem schnaufenden Relikt einer längst vergangen geglaubten Epoche fahren zu lassen. Wer allerdings trotz des Treppensteigens immer noch so fit ist, zu Fuß nach Binz zu laufen, der sollte den kleinen Abstecher zum Schwarzen See nicht scheuen.

 

Jagdschloss Granitz
Jagdschloss Granitz
Jagdschloss Granitz
Jagdschloss Granitz

Dieses im Stil norditalienischer Renaissancebauten erbaute Schloss sah damals viel Prominenz aus Adel und Stand. Otto von Bismarck war hier zu Gast, aber auch der große Historiker Rügens, Johann Jakob Grümbke.

Bis 1944 befand sich das Schloss im Besitz derer von Putbus. In Folge der von den Sowjets in dem von ihnen besetzten Gebiet durchgeführten Bodenreform kam es zur Enteignung und wurde zu Staatseigentum. Versuche der nachfolgenden Generation des Hauses Putbus, den vormaligen Familienbesitz zurückzubekommen, scheiterten. Allerdings haben die jetzigen staatlichen Besitzer für die Sanierung und Restaurierung des Schlosses sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen, damit die mehr als 200.000 Besucher, die jedes Jahr hierher kommen, daheim auch etwas von diesem am meisten besuchten Schloss in ganz Mecklenburg-Vorpommern erzählen können. 

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