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Ludwig Gotthard Kosegarten

Er war Lehrer, Historiker und Pastor. Theologie hatte er ab 1775 an der Universität Greifswald studiert, doch der Mangel an Geld führte dazu, dass er mehrere Anstellungen als Hauslehrer annehmen musste und erst 1781 sein Examen ablegen konnte. Bereits vier Jahre später wurde Ludwig Gotthard Kosegarten zum Rektor der Knabenschule Wolgast ernannt. Hier unterrichtete er u.a. den späteren Maler Philipp Otto Runge. 1793 erlangte Kosegarten an der Universität Rostock den Doktorgrad als Theologe.

Nach Rügen kam Ludwig Gotthard Kosegarten nach seiner Ordination 1792. Die Pfarrkirche Altenkirchenwurde seine berufliche Heimat. Doch es hielt ihn nicht nur in der Kirche, es zog ihn hinaus zu den Menschen an der Küste, den Fischern, die in der Fangzeit arbeitsbedingt nicht die Kirche in Altenkirchen besuchen konnten. So kam es zu den berühmt gewordenen Ufer-Predigten auf den Klippen von Vitt. Diese Predigten fanden eine stetig wachsende Zuhörerschaft – der Bau der Vitter Kapelle im Jahre 1806 war folgerichtig.

Im Verlaufe seiner Zeit auf Rügen verfasste Kosegarten viele Berichte und geschichtliche Betrachtungen, die sowohl ihm, aber auch der Insel zu großer Bekanntheit verhalfen. 1808 erfolgte die Berufung als außerordentlicher Professor der Geschichte an die Universität Greifswald. Bis 1816 behielt er dennoch seine Pfarrstelle in Altenkirchen, ließ sich dort allerdings von seinem Schwiegersohn Hermann Baier vertreten. 1817 wurde Kosegarten zum ordentlichen Professor der Theologie an der Universität Greifswald ernannt.

Am 26. Oktober 1818 starb Ludwig Gotthard Kosegarten in Greifswald. Auf seinen Wunsch hin wurde er neben seiner früheren Kirche in Altenkirchen begraben.

 
 
Ludwig Gotthard Kosegarten - Stich aus Medienarchiv Wikipedia