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Windwattten

Gegenüber den bei Ebbe freigelegten Wattflächen der Nordsee im Bereich des Nationalparks Wattenmeer wirken sich die Gezeiten im Bereich des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft kaum noch aus.

Zu Wasserstandsschwankungen kommt es vor allem durch Windeinwirkungen. Ablandiger Wind führt bei Niedrigwasser zu trocken fallenden Wattflächen, den sogenannten Windwatten.

Diesen Lebensraum zeichnen extreme Umweltbedingungen aus – so können durchaus auf wochenlanges Trockenfallen tagelange Überflutungen folgen.

Regenfälle führen zu geringerem Salzgehalt, sommerliche Hitze bringt durch Verdunstung einen höheren Salzgehalt. Weiterhin kühlen in der Nacht die am Tag durch Sonneneinwirkung erhitzten Flächen stark ab.

Unter solchen Bedingungen können nur wenige Pflanzen und Lebewesen gedeihen; die aber sind hier in hoher Anzahl vertreten und sind so die Nahrungsgrundlage für die hier vorkommenden Watvögel wie z.B den Säbelschnäbler. Doch auch als Rast- und Ruhezone für Vögel und Robben sind die Windwatten beliebt.

Ein Säbelschnäbler auf Windwatten bei der Nahrungssuche - Wikipedia Foto: A.Trepte, www.photo-natur.de

Ein Säbelschnäbler auf Windwatten bei der Nahrungssuche – Wikipedia Foto: A.Trepte, www.photo-natur.de