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 Johann Jacob Grümbke

„Der Blick … verfolgt die Krümmungen der Buchten und Golfe, sucht den Ausweg aus diesem Irrgewinde, bald über Mönchgut, bald über Rügen gleitend …, verliert sich dann in des Meeres unendlichen Räumen…“ So zitiert die Gemeinde Sellin in ihrem Flyer „Fischer-Bauer-Hoteliers“ aus Johann Jakob Grümbkes Werk „Streifzüge durch das Rügenland“ (Altona 1805).

Spricht aus diesen Worten nicht eine große Zuneigung, gar Liebe, zu seiner Heimat? Wer aber war Johann Jakob Grümbke? 1771 kam er in Bergen zur Welt, wo er 1849 auch starb. Dazwischen lag ein Leben für seine Heimatinsel. Nach einem Jura-Studium galt sein Interesse der Geschichte und Erd-Kunde – im wahrsten Sinne des Wortes – Rügens. Viele Wanderungen führten ihn über die Insel, akribische Nachforschungen und eigene Erfahrungen mündeten in dem  1805 erschienenen Werk „Streifzüge durch das Rügenland“. Hierfür wählte er das Pseudonym „Indigena“ (Der Einheimische).

 

Um seine Heimatinsel gebührend darzustellen, wählte er die Form der Reise-Tagebücher, angereichert mit eigenen Zeichnungen. Geschichte, Geographie, einzelne Landschaften und Orte, Gewohnheiten und Gebräuche – alles wurde von ihm berücksichtigt und zeigt so ein wahres Bild Rügens in dieser Zeit.

Grümbkes Forschungen und Erkenntnisse galten lange Zeit als „das“ Grundlagenwerk über Rügen. Seit seiner Gymnasialzeit, die er in Stralsund verbrachte, verband ihn eine enge Freundschaft mit Ernst Moritz Arndt. Beide ähnelten sich in ihren Einstellungen, besonders im Hinblick auf die von beiden abgelehnte Leibeigenschaft.

1993 wurde Johann Jakob Grümbke ein Aussichtsturm auf der Halbinsel Lebbin gewidmet. Von dem Turm auf dem 44 Meter hohen Hügel namens Hoch Hilgor unweit des Ortes Neuenkirchen entschädigt ein weiter Blick über die Halbinsel und die Boddenlandschaft für die Mühen des Aufstiegs – immerhin gilt es, 75 Stufen zu erklimmen.

Gedenkstein von Johann Jacob Grümbke - Bild von Wikipedia Lapplaender

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