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Schon 1318 wurde am Standort am Standort der heutigen Kirche ein Vorgängerbau errichtet, von dem allerdings nichts mehr erhalten ist. Die jetzige Kirche ist eine gotische Saalkirche, an die später ein breiter, kreuz-rippen gewölbter Gemeinderaum angebaut wurde. Die um 1250 entstandene Granitfünte ist wohl ein Relikt des Vorgängerbaus und der vermutlich älteste Taufstein Rügens.

1466: In diesem Jahr entstand der Chor, kurz danach das Kirchenschiff

1339: Dieses Datum steht auf einer Grabplatte, die vor dem Altar in den Fußboden eingelassen ist, und zeugt davon, dass an dieser Stelle schon ein Kirchengebäude gestanden hat, bevor die heutige Kirche erbaut worden ist. Die Grabplatte ist der Gedenkstein für einen Geistlichen mit Namen Petrus de Paceke (Petrus von Patzig), der im hiesigen Kirchspiel tätig war.

Weit vor dieser Zeit entstand der Taufstein (wahrscheinlich vor 1250). Er ist das älteste Zeugnis in dieser Kirche und im Turmraum zu sehen.

um 1500: Um diese Zeit wurden Kirchturm und ebenso die Wandmalereien fertig gestellt.

Die Einrichtung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der schönste Schmuck in der Kirche ist der Margarethenaltar. Auf der Rückseite wird die Margarethenlegende in vier Bildern erzählt, auf der Vorderseite ist Margaretha, umgeben von den Aposteln dargestellt.

Die neugotische Orgel aus der Stralsunder Werkstatt Nerlich ist ein Instrument, das in den letzten Jahren restauriert wurde und in vollem Umfange spielfähig ist.

Außergewöhnlich: spätgotischer Flügelaltar

 

St.Margarethen-Kirche in Patzig
Weitere Informationen

St. Margarethen Kirche Patzig 2005
Turm St. Margarethen Kirche Patzig 2005
Turmuhr St. Margarethen Kirche Patzig 2005

© Fotos Rolf Böhm, Januar 2005

 

Die ältesten Baudenkmale Rügens sind in allen Gebieten der Insel zu findenden Kirchenbauten. Teilweise stammen sie noch aus den Anfängen der Christianisierung am Ende des 12. und des 13. Jahrhunderts. Charakteristisch sind dabei insbesondere die kleinen Dorfkirchen aus verschiedenen Stilepochen, oft aus Backstein, teilweise mit Feldsteinsockeln errichtet, die das Orts- und das Landschaftsbild weithin sichtbar prägen.

Die St. Margarethenkirche steht am Rand der bis zu 56 Meter ansteigenden Heideberge.