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Ostseebad Göhren

Lage auf Rügen
Lage Göhren

Während andere Badeorte auf Rügen sich mit jeweils nur einem Strand schmücken können, hat Göhren gleich zwei, die dem Ort zu der Auszeichnung “Familienfreundlicher Urlaub“ verhalfen: Den Nordstrand mit seiner Kurpromenade und einer Vielzahl an Hotels und Pensionsbetrieben und den etwas weniger frequentierten Südstrand. Getrennt sind beide Strände durch das Nordperd, dem sich in die mitunter doch recht tosende Ostsee-Brandung hineinreckenden Steilufer.

Wie bei vielen anderen Orten auf Rügen ist auch der frühere Ortsname Göhrens slawischen Ursprungs: „Gorna“, was soviel wie „bergiges Land“ besagt und damit treffend die Lage des Ortes auf dieser, im Nordperd endenden Halbinsel ausdrückt. So vom Meer und andererseits von Buchen- und Kiefernwäldern des nördlichen Mönchgut umgeben, entwickelte sich das schon im Jahre 1165 in den Annalen erwähnte Göhren im Zuge des um 1900 aufkommenden Tourismus von einem Fischerort zu einem beliebten Badeort. Wie in den anderen Bädern an Rügens Ostküste – SassnitzBinzSellin und Baabe – prägt die Bäderarchitektur das Ortsbild.

Nicht zuletzt beeinflusste der Bau der Schmalspurbahn „Rasender Roland“ die Entwicklung Göhrens maßgeblich. Diese Kleinbahn schuf die Verbindung zwischen der unter Wilhelm Malte I. zu einem kulturellen Mittelpunkt gewordenen Residenzstadt Putbus und den Ostsee-Bädern. Von der Putbus vorgelagerten Badestätte Lauterbach am Rügischen Bodden aus führt die Bahnstrecke über Putbus, am Jagdschloss Granitz vorbei, durch die Wälder der Granitz nach Binz und dann weiter über Sellin und Baabe zur Endstation nach Göhren.

Neben der nach der Wende wieder neu errichteten, 270 Meter langen Seebrücke verfügt Göhren über viele Sehenswürdigkeiten. Eine ist der rund 300 Meter vor dem Nordstrand im Wasser liegende Buskam, der größte Findling im Ostseeraum. Obwohl die See hier rund fünf Meter tief ist, ragt dieser steinerne Koloss dennoch um bis zu eineinhalb Meter aus dem Wasser. 

Neben der Göhrener Kirche befindet sich der „Speckbusch“, ein aus der Bronzezeit stammendes Hügelgrab, das – wie auch die Kirche selber – zum Besichtigungsprogramm des Urlaubers zählen sollte. Des weiteren zeigen die Mönchguter Museen viel vom früheren Leben der Menschen in diesem Landstrich, der jahrhundertelang  den Zisterzienser-Mönchen des Klosters Eldena bei Greifswald unterstand.

 
Seebrücke Göhren
Strand bei Göhren
Strand bei Göhren
Strand bei Göhren mit Blick Richtung Nordperd
Findling Buskam bei Göhren

Inmitten des „Biosphärenreservates Südost-Rügen“ gelegen, kann das Umland Göhrens eine sehr vielfältige Flora und Fauna vorzeigen. Seit 1991 ist diese Natur- und Kulturlandschaft von der UNESCO als schutzwürdig anerkannt. Diese Verbindung zwischen Badeleben und urwüchsiger Natur macht den Charme Göhrens aus und führte dazu, dass schon früher nicht nur sonnenhungrige Strandurlauber sich diesen Ort aussuchten, sondern auch eine Vielzahl von Künstlern jeglicher Couleur. Gerhart Hauptmann z.B. war hier zu Gast, ebenso Lyonel Feininger, Zarah Leander und Caspar David Friedrich, der in seinen Gemälden Zeugnis von seiner Liebe zu Rügen ablegte.

Weitere Informationen

Homepage
Göhren

Wikipedia
Göhren

Webcam 
Strand von Göhren